“KURIER”-Kommentar von Christian Böhmer: “Radikale Veränderung”

Die Angst vor eMedikation und “gläsernem Patienten” ist unbegründet!

15. Juni 2010 Wien (OTS) – Dem Gesundheitssystem steht eine radikale Veränderung bevor: Mit Jahresende testen die ersten Patienten die eMedikation, das bedeutet: Spital, niedergelassene Ärzte und Apotheken haben erstmals online Zugriff auf alle Präparate, die ein Patient verschrieben bekommt bzw. einnimmt.

Es gibt nachvollziehbare Gründe, diese Vernetzung abzulehnen. So berichten Ärzte von Patienten, die lieber in der Apotheke der nächsten Großstadt einkaufen – muss ja nicht gleich jeder  im Ort wissen, dass man Viagra oder  Antidepressiva schluckt. Doch so nötig der Hinweis auf den Datenschutz  auch ist – bei der eMedikation läuft er ins Leere. Zum einen bleibt Patienten die Wahl: Im Unterschied zu Ärzten und Apotheken können sie sich aussuchen, ob sie das System in Anspruch nehmen oder nicht. Zum anderen bietet die eMedikation großes Potenzial, Therapie-Fehler zu verhindern: Laut einer Studie der Paracelsus Universität schlucken 36 Prozent der über 75-Jährigen Medikamente, die sie nicht benötigen, die Hälfte aller Spitalsaufenthalte in dieser Altersgruppe erfolgt wegen unerwünschter Wirkungen von Präparaten.

Hilft die eMedikation dies zu verbessern, lindert sie übrigens nicht nur Leid – sie spart auch unnötige Kosten.

 Weiterlesen: Link zum Pressetext

Leave a Reply

You must be logged in to post a comment.