Die Angst vor eMedikation und “gläsernem Patienten” ist unbegründet!
15. Juni 2010 Wien (OTS) – Dem Gesundheitssystem steht eine radikale Veränderung bevor: Mit Jahresende testen die ersten Patienten die eMedikation, das bedeutet: Spital, niedergelassene Ärzte und Apotheken haben erstmals online Zugriff auf alle Präparate, die ein Patient verschrieben bekommt bzw. einnimmt.
Es gibt nachvollziehbare Gründe, diese Vernetzung abzulehnen. So berichten Ärzte von Patienten, die lieber in der Apotheke der nächsten Großstadt einkaufen – muss ja nicht gleich jeder im Ort wissen, dass man Viagra oder Antidepressiva schluckt. Doch so nötig der Hinweis auf den Datenschutz auch ist – bei der eMedikation läuft er ins Leere. Zum einen bleibt Patienten die Wahl: Im Unterschied zu Ärzten und Apotheken können sie sich aussuchen, ob sie das System in Anspruch nehmen oder nicht. Zum anderen bietet die eMedikation großes Potenzial, Therapie-Fehler zu verhindern: Laut einer Studie der Paracelsus Universität schlucken 36 Prozent der über 75-Jährigen Medikamente, die sie nicht benötigen, die Hälfte aller Spitalsaufenthalte in dieser Altersgruppe erfolgt wegen unerwünschter Wirkungen von Präparaten.
Hilft die eMedikation dies zu verbessern, lindert sie übrigens nicht nur Leid – sie spart auch unnötige Kosten.
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